![]() In diesem Kapitel Eine ganz normale Körperzelle des Menschen redet, schwätzt und flüstert ununterbrochen mit ihren Nachbarzellen und auch mit solchen, die sich in entfernteren Bereichen des Körpers befinden. Das mag merkwürdig klingen, doch die Wissenschaft ist in den letzten Jahren immer neuen Kommunikationssignalen der Zellen auf die Spur gekommen, mit deren Hilfe sie Konversation betreiben. Zellen können sich auch über grosse Distanzen hinweg ‹anbrüllen›, etwa, wenn eine Gehirnzelle einer Zehenzelle Informationen übermittelt. Zellen sind keine mit Flüssigkeit gefüllten Säcke, sondern hochkomplexe Gebilde mit vielen Abteilen und Verbindungswegen. Zellen kommunizieren mit Hilfe von Eiweissstoffen und Hormonen. Die Eiweisse verhalten sich dynamisch, d. h. sie wechseln in der Zelle ständig ihren Standort, interagieren mit andern Eiweissen, oder verlassen die Zelle ganz spontan. Das alles deutet auf eine schier unbegreifbare Komplexität und Dynamik. Da gibt es ‹long-distance›-Signale oder solche, die nur zum Flüstern zwischen zwei Nachbarzellen gebraucht werden. Zellen kommunizieren auch mit elektrisch geladenen Ionen, elektrischen Potenzialen und Elementarteilchen (neueste Forschungen zeigen, dass Zellen auch mit Hilfe von Licht (Biophotonen) kommunizieren. Zum Erstaunen der Wissenschaft setzen sie zudem aufgelöste Gase als Kommunikationsmittel ein, wie z.B. das Gas Stickoxid. Jede einzelne Zelle unseres Körpers wird konstant bombardiert mit hunderten von verschiedenen Signalen. Sie entscheidet, welche Signale für sie relevant sind und welche sie nicht beachten muss, sie antwortet auf bestimmte Signale und reagiert auf andere, z.B. mit der Einleitung gewisser Stoffwechselvorgänge. Wie man seit 1981 weiß, besitzen Embryonalen Stammzellen sogar die Fähigkeit, sich in jede beliebige Körperzelle auszudifferenzieren (totipotente Zellen). Sie verfügen somit über den vollständigen Bauplan zur Entwicklung eines Menschen. Dass die hierfür erforderlichen Informationen und kommunikativen Fähigkeiten nicht nur auf der Zell-Ebene, sondern auch auf der Ebene der Moleküle und Quanten vorhanden sind, erläutern wir in den Kapiteln "Die Kommunikation der Moleküle" und "Die Kommunikation der Quanten". |
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