In diesem Kapitel
geht es nicht darum, vage Annahmen oder Theorien zu beschreiben, sondern ausschließlich um eine vereinfachte, möglichst anschauliche Darstellung des aktuellen Erkenntnisstandes der Wissenschaft.

Moleküle sind deutlich kleiner als die Wellenlänge des Lichts und lassen sich deshalb nicht direkt für das Auge sichtbar machen. Nahezu alle Lebensvorgänge beruhen auf den Wechselwirkungen von Molekülen. Zum Begreifen dieser Vorgänge, seien es "einfache" enzymatische Reaktionen oder die "Sprache" der Zellen, ist das Verständnis der Mechanismen dieser molekularen Wechselwirkung unabdingbar. Aufgrund der vielfältigen Funktionen und ungewöhnlichen Fähigkeiten der Moleküle - insbesondere im Bereich der Kommunikation - sprechen Forscher inzwischen auch von biomolekularen Nanomaschinen.

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Ergänzend dazu zwei aktuelle Statements aus der Wissenschaft:

• Prof. Jörn Walter, Institut für Genetik, Saarbrücken: Bei ihm finden sich Mäuse, die Fähigkeiten und Verhaltensweisen anders vererben, als es die Genetik eigentlich vorschreibt. "Was wir bislang noch immer nicht begriffen haben und dazulernen müssen ist, wie diese (genetische) Information umgesetzt wird, wie sie gelesen wird, wie sie genutzt wird und von welchen Mechanismen sie abhängt."

• Wissenschafter der Universität Heidelberg entdeckten 2004 winzige Röhrchen, so genannte Nanotubuli. Die deutschen Forscher konnten nun zeigen, wie die Röhrchen in Säugetierzellen zum Transport eingesetzt werden. Nähere Untersuchungen über die Bedeutung der Kommunikationsmöglichkeit stehen allerdings noch aus.